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Logo für den E-Commerce: Optionen und Tipps für die Erstellung

Veröffentlicht von Incomedia in Anleitungen und Tipps · 17 September 2020
Statistiken zufolge haben im Jahr 2018 1,8 Milliarden Personen Waren im Wert von 2,8 Milliarden US-Dollar im Internet erworben. Und laut Experten wird das Online-Shopping weiter zunehmen. Aber wie führen die Online-Händler den Wettbewerb um die Gunst von Kunden? Was Sie dazu benötigen, ist ein positives Image, mit dem Sie sich in den Augen Ihres Publikums von Ihren Wettbewerbern abheben. Dabei hilft Ihnen das Branding.

Logo, Unternehmensstil, Marke: Was ist der Unterschied?

Ein Logo kann ein Bild, Text oder eine Kombination aus beidem sein. Es charakterisiert ein Unternehmen und definiert dessen grafisches Image. Ein gutes Logo bewirkt eine starke Assoziation, sodass ein Blick darauf ausreicht, um die gewünschten Emotionen zu wecken. Denken Sie zum Beispiel an das Nike-Logo. Dabei fallen Ihnen möglicherweise sofort Dinge wie Sport, Motivation, persönliches Wachstum und Selbstvertrauen ein.



Das Logo ist Bestandteil der Unternehmensidentität einer Marke. Die Unternehmensidentität ist ein globaler Begriff. Sie ist die Gesamtheit aller Bilder und Methoden, die den Stil der Marke bilden. Dazu gehören die genehmigten Farben, Schriftarten und sonstigen typografischen Elemente, die Form und Gestaltung der Visitenkarten, eventuelle Berufsbekleidung des Personals und mehr.

Die Unternehmensidentität wird für die Marke entwickelt. Und die Marke führt zur Wahrnehmung, also das, was Personen empfinden, wenn sie das Logo sehen, den Namen oder den Slogan hören. So entsteht ein einheitliches Image, das auf der Wahrnehmung der Unternehmensidentität, der Produkte und den Eindrücken von der Interaktion mit dem Unternehmen beruht.

Kehren wir noch einmal zum Beispiel Nike zurück. Stellen Sie sich vor, dieses Unternehmen sei nicht bekannt. Was würden die Menschen denken, wenn sie das Logo ohne Namen sehen? Ihnen wird auffallen, dass es kein übergreifendes Symbol des Brandings ist. Vielmehr ist es eine Gesamtheit von Elementen, die bei der Zielgruppe Assoziationen wecken – wie sich ein Unternehmen präsentiert, welche Produkte es kreiert und wie es das gesamte Umfeld ausgestaltet. Ein Logo für den e-Commerce ist gelungen, wenn es nicht für sich allein steht, sondern für die Marke.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gestalten Sie ein Logo für den E-Commerce

Bevor Sie mit der Gestaltung eines Logos für den E-Commerce beginnen, machen Sie sich bewusst, was es aussagen soll. Allem voran identifiziert dieses Symbol Ihre Website, ebenso wie Ihre Produkte, Verpackungen und Werbematerialien. Diese Standardeigenschaften sollte ein Logo haben:
• einzigartig
• leicht zu merken
• essenziell
• ausdrucksstark
• universell
• assoziativ

Kurz gesagt, Sie brauchen für Ihre Website ein Symbol, an das sich Ihre Kunden leicht erinnern und das sie sofort mit der Quelle assoziieren. Dabei empfiehlt es sich auch, eine kleinere und größere Version zu erstellen, die sich an verschiedene Displays anpasst. Betrachten wir nun, wie Sie ein solches Element für Ihre Marke kreieren können.
Vorbereitung

Beginnen Sie mit einer Recherche:
• Analysieren Sie Ihre Marktnische;
• Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe;
• Machen Sie sich bewusst, wer Ihre wichtigsten Wettbewerber sind.

Ermitteln Sie gleichzeitig die Unterscheidungsmerkmale Ihres Projekts im Wettbewerb, wo Sie damit im Augenblick stehen und was Sie anstreben. Formulieren Sie eine Markenphilosophie und tragen Sie die Kriterien zusammen, die Kunden an Ihrem Unternehmen schätzen sollten.

Konzept und Design

Definieren Sie nach der Analyse Ihre Aufgaben und genauen Ziele und formulieren Sie eine allgemeine Strategie für Ihr Unternehmen. Diese Strategie bildet das Fundament Ihres Images. Überlegen Sie sich nun, welche offensichtlichen Assoziationen Ihre Marke hervorruft. Erstellen Sie eine Liste mit Wörtern, Emotionen und Assoziationen.

Auswahl der Elemente

Vertiefen Sie nun Ihr Konzept. Halten Sie Ihre Hauptideen in Bezug auf das Logo Ihres Onlineshops fest und erstellen Sie Skizzen und Entwürfe. Wählen Sie außerdem die Schriftarten, Farben und die Grafik für Ihre Marke (beachten Sie dabei die Regeln für Fotobearbeitung, Layout und die Auswahl der grafischen Elemente). Diese Elemente müssen auf der gesamten Website einheitlich sein, vom Seiten-Header der Homepage bis zu den Produktbeschreibungen.

Test

Fragen Sie Ihr Publikum nach seiner Meinung über Ihre Logo-Entwürfe. Dabei könnten Sie zunächst auch mit Ihrem Projekt-Team beginnen. Als weitere Optionen können Sie das Logo auf Ihrer Website veröffentlichen oder einen Dienstleister beauftragen, der Tests mit Zielgruppen durchführt. Diese Dienstleister wählen nach den von Ihnen angegebenen Parametern Testpersonen aus, die Ihre Zielgruppe am besten repräsentieren, und empfehlen Ihnen dann die Option, die (nach Ansicht dieser Testpersonen) für Ihr Projekt am besten geeignet ist.

Integration

Das Design des gewählten Logos für den E-Commerce wird dann stufenweise in das Projekt eingebunden. Website-Header, Wasserzeichen auf Fotos, Profilbilder in sozialen Netzwerken, Verpackungen, Produkte mit Branding, Print- und Online-Werbung – all dies sollte vom Hauptelement Ihrer Unternehmensidentität begleitet werden.

Schutz der Urheberrechte für grafische Objekte

Erfolgreiche Bilder werden gern kopiert. Aber auch das ist kein Problem. Was wäre zum Beispiel, wenn jemand das Logo von McDonalds kopiert? Das Original würden trotzdem alle wiedererkennen. Außerdem verliert der Eigentümer eines Logos nichts, wenn er seine Rechte registriert hat. Sobald Sie ein Bild gefunden haben, das Ihnen und offenbar auch Ihrem Publikum gefällt, schützen Sie es umgehend markenrechtlich.

Die wichtigsten Logo-Typen

Im weiten Sinne lassen sich einige allgemeine Hauptkategorien für Logos unterscheiden, die für den Online-Vertrieb verwendet werden.

1. Grafische Logos Grafische Logos sind bei bekannten Marken besonders beliebt. Sie bestehen aus einem einfachen Bild, ohne Text. Sie eignen sich für Unternehmen, deren Marke bereits etabliert ist. Bei diesen Logos werden mit dem einfachen Symbol Bedeutungen auf verschiedenen Ebenen assoziiert. Bekannte Beispiele sind Mercedes-Benz, Shell oder Apple.



Zu dieser Kategorie zählen auch die Logos mit Figuren, wie zum Beispiel Marken-Maskottchen, die, wenn sie geschickt eingesetzt werden, bei der Zielgruppe Vertrauen erwecken. Denken Sie an Beispiele wie: KFC mit Colonel Sanders, Meister Propper oder das Michelin-Männchen.



2. Textlogos mit dem Namen des Unternehmens (oder einer Abkürzung) in stilisierter Form, sodass ein Symbolcharakter entsteht. Sie werden vom Publikum leicht wahrgenommen. Sie sind leicht zu merken und wecken sofort die gewünschten Assoziationen. Für dieses Design haben sich Marken wie ASOS, Google, McDonald's oder Microsoft entschieden.



3. Kombination aus Bild und Text Bei diesen Symbolen wird der Name des Unternehmens mit grafischen Elementen kombiniert. Eine Variante davon sind Embleme, diese werden häufig von Fahrzeugherstellern gewählt. Beispiele für solche Kombinationen sind die Logos von Intel, Nissan oder Amazon.



So gestalten Sie ein Logo für den e-Commerce Vier Möglichkeiten

Sie könnten erwägen, Ihr Logo selbst zu entwerfen. Vorteile: Sie selbst wissen am besten, was Sie erreichen möchten, Sie haben den gesamten Prozess unter Kontrolle, Sie kreieren etwas Einzigartiges und obendrein ist es für Sie kostenlos. Das funktioniert aber nur, wenn Sie gut zeichnen und mit Grafikprogrammen umgehen können. Veranschlagen Sie dafür rund 20 Arbeitsstunden.

Als zweite Option könnten Sie einen Profi mit dem Design Ihres Logos beauftragen. Dafür müssen Sie einen detaillierten Arbeitsplan erstellen. Vorteile: Die Auswahl an Designern ist groß und Sie erzielen ein hochwertiges Ergebnis. Nachteile: Sie müssen einen geeigneten Profi finden, den Prozess überwachen und die Kosten sind hoch.

Weitere Option: Sie können das Logo für Ihren E-Commerce online mit einem Tool wie Logaster selbst erstellen. Dazu müssen Sie nur den Namen des Unternehmens angeben und können, falls gewünscht, eine Farbpalette sowie Ihre Branche auswählen. Daraufhin kreiert der Dienst für Sie Dutzende einzigartige Logo-Vorschläge. Das Ergebnis Ihrer Wahl können Sie in verschiedenen Größen und Ausführungen (auch mit transparentem Hintergrund) herunterladen. Vorteile: Der Prozess ist vollautomatisch, die Kosten sind akzeptabel. Nachteile: Sie können Ihre Schriftarten und Ihre Symbole auf der Website nicht nutzen.

Als vierte und letzte Option können Sie eine Art Ausschreibung starten. Melden Sie sich bei einem Crowdsourcing-Dienst an (z. B. crowdspring.com oder designhill.com) und inserieren Sie dort eine Anfrage. Daraufhin senden Ihnen am Projekt interessierte Designer Entwürfe. Sie können die Option, die Ihnen am besten gefällt, auswählen und erwerben. Vorteil: Ihnen werden von zahlreichen Designern Optionen nach vielen verschiedenen stilistischen Konzepten vorgeschlagen. Nachteil: Sie haben keinerlei Kontrolle über den Prozess. Außerdem sind viele dieser Dienste kostenpflichtig, auch wenn Sie keinen geeigneten Vorschlag erhalten.

Schlussbemerkung

Wie kreiere ich ein Logo für meinen Onlineshop und mein erfolgreiches Marken-Image? Entwerfen Sie alle Elemente Ihrer Unternehmensidentität gleichzeitig. Konzentrieren Sie sich dabei auf Ihre Zielgruppe und den Nutzen Ihres Projekts. Denken Sie daran, dass sich Markennamen im Verlauf der Zeit ändern können. Für den Anfang könnten Sie ein Logo mit dem Namen Ihres Unternehmens ausprobieren. Und wenn Sie dann berühmt sind, reicht auch ein Symbol.



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