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Alles, was Sie über Personal Branding wissen sollten

Herausgegeben von in Anleitungen und Tipps ·
Der Weg zum beruflichen Erfolg besteht heutzutage nicht nur aus den Offline-Etappen, sondern umfasst auch Ihre Web-Karriere. Ob Sie Berufseinsteiger auf der Suche nach dem ersten Job sind oder Ihre gesamte Tätigkeit auf die digitale Welt ausrichten möchten, Personal Branding kann Sie dabei unterstützen, sich auf dem Markt abzuheben. Aber wo anfangen? Worauf achten? Und funktioniert Personal Branding überhaupt? Darüber haben wir uns mit der Marketing- und Kommunikationsexpertin Silvia Pettinicchio unterhalten.

Was ist Personal Branding?

Silvia zufolge ist Personal Branding etwas, worüber erst seit Kurzem gesprochen wird, das in Wirklichkeit aber schon sehr lange existiert. Ähnlich wie beim Branding von Unternehmen, dem sich der Werbesektor schon seit Jahrzehnten widmet, besteht das Personal Branding darin, sich im eigenen beruflichen Bereich mit einem Image sowie mit den eigenen Kompetenzen und Erfahrungen zu positionieren. „Ich sage immer, Personal Branding basiert auf den drei Aspekten Können, Tun und Wissenlassen“, sagt Silvia. „Ein funktionierendes persönliches Markenzeichen ist mehr als Kommunikation und Image. Allem voran muss es auf dem Fundament aus Kompetenz, Talent und Erfahrung aufbauen, erst danach kann all dies nach außen kommuniziert werden.“ Wer sein eigenes Markenzeichen nur auf Kommunikation aufbaut, also auf Selbstdarstellung und den Wunsch, um jeden Preis dabei zu sein, ohne über fundierte Kompetenzen zu verfügen, ist schnell durchschaut. Umgekehrt müssen Personen mit Kompetenzen und Erfahrung lernen, sich auch online zu präsentieren, ansonsten riskieren sie, im Schatten zu bleiben und trotz ihrer Kompetenz nicht erkannt zu werden.

Wer sollte Personal Branding betreiben und wann?

Es gibt keine Ausnahmen oder auszuschließende Kategorien. Personal Branding nützt jedem. Freiberuflern, Unternehmerinnen und Unternehmen, Beamten … aber auch allen, die sich beruflich weiterentwickeln, neue Kunden oder bessere Geschäftspartner finden möchten. Mit steigender Sichtbarkeit steigt auch der persönliche Einfluss. Das heißt aber nicht, dass man unbedingt in allen sozialen Netzwerken mit einem eigenen Profil präsent sein muss. Sobald die Branche und der Bereich klar sind, in denen jemand mit seinen Kompetenzen „Einfluss nehmen“ möchte, ist der erste Schritt eine eigene Website. Anschließend wäre zu überlegen, wie viel Zeit zur Verfügung steht und welche Kanäle bedient werden sollen. Es ist besser, wenige Onlineprofile zu haben und diese stets aktuell zu halten, als überall mit veralteten, vernachlässigten Accounts präsent zu sein.

Wie geht Personal Branding? Strategien und Techniken für optimale Eigenkommunikation

Silvia fährt fort: „Ermitteln Sie zuerst Ihre Talente, Kompetenzen und Alleinstellungsmerkmale gegenüber Wettbewerbern, das, was im Marketing „Unique Value Proposition“ genannt wird.“ Auch dieser Bereich basiert auf drei Aspekten: Talent/Kompetenzen, Leidenschaft und Referenzmarkt. Analysieren Sie sich, finden Sie Ihre Stärken, Talente und Kompetenzen und wählen Sie die besten aus, jene, in die Sie mit der größten Leidenschaft Ihre Zeit investieren. Das hilft Ihnen, entschlossener und glaubwürdiger zu wirken, wenn Sie darüber berichten und Ihre Inhalte erstellen. Und schließlich brauchen Sie noch einen Markt für Ihr Talent, oder besser eine Marktlücke, also eine Nachfrage, die Sie bedienen oder ein Problem, das Sie mit Ihrem Talent lösen können. Dieser Leistung müssen Sie dann natürlich noch einen wirtschaftliche Wert zuordnen.

Hier ein Beispiel: Sie sind Fotograf und spezialisiert auf Hochzeits- und Event-Fotografie. Sie haben langjährige Erfahrung und kennen die Wünsche und Bedenken von Personen auf der Suche nach einem Fotografen für ihr Event. Nachdem Sie herausgefunden haben, was Ihr Talent und wer Ihre Zielgruppe ist, können Sie damit beginnen, eine Website oder einen Blog zu erstellen, wo Sie auf die Anforderungen Ihrer Zielgruppe eingehen und Ihre entsprechenden Kompetenzen herausstellen. Dafür brauchen Sie einen redaktionellen Plan.

Planen Sie Ihre Inhalte gegliedert nach Themen, Kommunikationskanälen und Fristen, dies ist der Leitfaden für die Organisation Ihrer Sichtbarkeit. Und es gibt noch mehr zu tun: Sie sollten sich auch an Diskussionen in sozialen Medien wie Facebook und LinkedIn beteiligen, um Ihrer Meinung Ansehen zu verschaffen. So beginnen Sie mit dem Aufbau Ihres Personal Brandings auf verschiedenen Kanälen.

Die Macht des Personal Brandings – welche Vorteile bringt es?

Wie Sie schon gesehen haben, ist Personal Branding ein Instrument mit viel Potenzial. Silvia erklärt es mit einer Metapher: „Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einem überfüllten Saal, mit Personen, die alle gleich gekleidet sind, nehmen wir an in Grau, die alle gleich groß sind und die alle gleichzeitig reden. Stellen Sie sich nun vor, Sie kleiden sich in Rot und steigen auf einen Hocker. In dem Moment, in dem Sie rot gekleidet auf den Hocker steigen und zu sprechen beginnen, geschieht das Wunder: Alle anderen Personen bemerken Sie und werden Ihnen zuhören.“ Genau dies ist der Sinn einer guten Strategie für das Personal Branding – sich eine bessere Chance zu verschaffen, bemerkt und gehört zu werden.

In der heutigen modernen Gesellschaft ist Personal Branding von größter Bedeutung für „das gewisse Etwas“, das anderen möglicherweise fehlt. Eine gepflegte Website und eine gute Positionierung auf Digitalkanälen sind zwei Projekte, die Sie leicht umsetzen können und die zu Ihrem Erfolg beitragen werden.


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