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12 Copywriting-Techniken für digitale Vermarkter

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Veröffentlicht von Incomedia in Webdesign · 3 November 2023
Wenn Sie im Bereich Digitales Marketing arbeiten, wissen Sie, wie wichtig geniales Copywriting ist. Ihre Worte bauen Brücken zwischen Unternehmen und ihren Zielgruppen. Können Sie den Lesern das bieten, was sie wollen? Erwecken Ihre Worte ihre Neugier?

Die Antwort auf diese Frage könnte bestimmen, ob sie mit der Marke, die Sie vermarkten, interagieren oder eines ihrer Produkte kaufen.

Aber in der heutigen Flut von Inhalten ist es sogar für die erfahrensten digitalen Vermarkter eine unglaubliche Herausforderung, um die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe zu kämpfen. Wenn Ihr Text also nicht die erhofften Ergebnisse liefert oder Sie einfach nur an Ihren Fähigkeiten feilen möchten, sind Sie hier genau richtig.

In diesem Artikel werden Ihnen 12 Copywriting-Techniken vorgestellt, damit Ihr digitaler Content hervorsticht. Ob Sie einen Social Media-Post mit 30 Wörtern oder einen Artikel mit 1000 Wörtern schreiben, so setzen Sie Ihrem Text das i-Tüpfelchen auf:

1. Die Zielgruppe verstehen

Beherrschen Sie die Grundlagen, was Ihre Zielgruppe angeht, denn das ist unerlässlich, um mit dem Ton und dem Inhalt Ihres Textes den Nagel auf den Kopf zu treffen. Sie sollten sichergehen, dass Ihr Text zugänglich ist und sich Leser mit ihm identifizieren können. Sie würden schließlich keine Werbeanzeige über eine Risikobewertungsmatrix für Menschen schreiben, die nicht wissen, wie eine Fernbedienung funktioniert (entschuldige, Oma!). Wenn doch, dann müsste der Inhalt deutlich anders sein, als der einer Werbeanzeige für professionelle Auditoren oder Geschäftsinhaber.

Zum Kennenlernen der Zielgruppe gehört Folgendes:

  • ihren Wissensstand verstehen,
  • ihre Suchmotivation herausfinden,
  • ihre Schwachpunkte und Probleme erkennen.

Sobald Sie diese Informationen haben, sollten Sie sie für Ihren Text im Hinterkopf behalten. Denken Sie daran, dass in manchen Werbeanzeigen und Artikeln ein leichter Schreibstil angebracht ist, während in anderen Zusammenhängen eher spezielle und akademische Inhalte gefragt sind.

2. Den Text strukturieren

Die Leute lesen heutzutage weniger als früher, weshalb die Struktur und Länge Ihres Contents entscheidend ist. Long Form-Content auf Websites muss man leicht lesen und überfliegen können, während es bei Social Media-Content auf die Plattform ankommt.


Bildquelle: healthyhappyimpactful.com

Bevor Sie den Text ausarbeiten, müssen Sie sich also eine schlüssige Struktur überlegen. Nehmen wir an, Sie schreiben einen Blogartikel über ein Callcenter für Unternehmen von Vonage. Der Beitrag sollte zumindest folgende Aspekte beinhalten:

  • Einleitung: Erklären Sie, was ein Callcenter ist, und erläutern Sie, wie es eventuell bei Schwachpunkten der Leser helfen kann.
  • Textkörper: Erörtern Sie die wesentlichen Vorteile von Callcentern und nutzen Sie Unterüberschriften, damit der Text leicht zu lesen ist.
  • Fazit: Fassen Sie die Kernpunkte zusammen und fügen Sie eine Call-to-Action hinzu.

Einige mögen die Dreier-Regel für einen besseren Lesefluss: drei Hauptteile, drei Unterteilungen innerhalb eines Hauptteils, drei Stichpunkte innerhalb einer Unterteilung usw. Aber das ist keine verpflichtende Regel.

Die Struktur Ihres Textes sollte man auch überfliegen können. Leser sollten einen Blick auf den Artikel werfen können und das Wesentliche seines Inhalts erfassen. Nutzen Sie dafür Stichpunkte, die besonders vorteilhaft für Social Media-Posts sein können.

3. Einprägsame Einleitung


Quelle: Bild zur freien Verwendung von Unsplash

Die ersten Wörter Ihres Textes sollten eine erkennbare Wirkung auf die Leser haben. Wenn Sie z. B. E-Mails über einen neuen virtuellen Telefondienst an Bestandskunden schicken, sollten Sie auf eine deutliche, ausdrucksvolle und informative Betreffzeile achten. Leser sollten genau wissen, was es mit der E-Mail auf sich hat und welche Vorteile sie für sie bedeutet.

4. Kurz und knackig

Ob Sie einen Social Media-Post oder einen längeren Artikel schreiben, vermeiden Sie unnötige, lange und langweilige Texte. Schreiben Sie genug, um den Lesern Mehrwert zu bieten, ohne ihre Aufmerksamkeit zu verlieren.

Streichen Sie überflüssige Informationen und Sätze, um den Artikel so ansprechend wie möglich zu gestalten. Sie möchten auch, dass das Lesen Spaß macht. Das ist der knackige Teil. Ihr Text sollte leicht verdaulich und einfach sein, was Schriftart, Layout, Struktur und Inhalt betrifft. Es dürfen auch Witze dabei sein!

5. Humor und Witz

Wenn Sie sich fragen, wo die Witze in diesem Artikel bleiben, verweise ich auf das englische Sprichwort: „Do as I say, not as I do“ (Mach, was ich sage, nicht, was ich tue). Wir können nicht alle zwerchfellerschütternd wie Otto Waalkes sein, aber wir können versuchen, Leute zum Schmunzeln zu bringen, wie Mario Barth es tut.

Wenn Sie Ihre Zielgruppe mit ein bisschen Humor zum Schmunzeln bringen können – auch wenn Sie über scheinbar ernste Themen wie API-Gateways oder Toilettenpapier sprechen – machen Sie den Text einprägsamer und amüsanter für seine Leser. Begeisterte Leser fokussieren sich in der Regel mehr auf die Message, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie sich die Produkte und Unternehmen anschauen, über die Sie schreiben.


Quelle des Screenshots: whogivesacrap.org

Menschlicher Humor zählt. Sie möchten schließlich nicht wie ein auf Künstlicher Intelligenz basierender Content-Creator ohne Gedanken und Gefühle wirken.

6. Natürlich bleiben

Würden Sie unzählige komplizierte Fachbegriffe benutzen, während Sie sich mit jemandem in einem Café unterhalten? Nein? Dann sollte Ihr Text auch nicht voll davon sein. Wenn man normalerweise nie in der dritten Person spricht, dann macht es auch keinen Sinn, jetzt damit anzufangen. Wenn Sie im Normalfall nicht so klingen, wie eine wissenschaftliche Arbeit über Shakespeare, warum sollten Sie Ihren Text so schreiben? Das würden Sie nicht zu tun gedenken.  

Bleiben Sie natürlich und achten Sie auf einen logischen und einfachen Fluss Ihrer Worte durch Ihre Marketingkampagne. Lesern wird es viel leichter fallen, Ihrem Gedankengang zu folgen und die Message zu verstehen.

7. Fachbegriffe erklären

Manchmal ist es unmöglich, technische Fachbegriffe zu vermeiden. In solchen Fällen sollten Sie kurz erklären, was sich hinter dem Begriff verbirgt.

Achten Sie dabei wieder auf Ihre Zielgruppe. Wenn Sie über Content-Optimierung schreiben, werden Sie einigen Lesern erklären müssen, wofür die Abkürzung SEO steht. Gleichzeitig möchten Sie aber Lesern mit Erfahrung nicht auf den Schlips treten. Sobald Sie unübliche und fachspezifische Abkürzungen verwenden, ist es jedoch eine gute Idee, diese kurz zu erläutern.

8. Klar und deutlich

Mit diesen ganzen Punkten im Hinterkopf ist das Wichtigste, dass Ihr Content einfach und zusammenhängend ist. Sie schreiben keinen Schulaufsatz, der ausgeschmückt werden muss, damit die Wortzahl stimmt (als ob wir das je gemacht hätten ...).

Je einfacher sich Ihr Content liest, desto besser. Ein weitverbreiteter Irrglaube in manchen Kreisen ist, dass ein kompliziert klingender Text den Eindruck erweckt, der Verfasser sei ein Experte. Tatsächlich ist oft das Gegenteil der Fall. Es gehört mehr Geschick dazu, ein komplexes Thema der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

9. Aktiv statt Passiv

Aktivsätze verleihen Ihrem Text im Gegensatz zur passiven Form mehr Dynamik und Gegenwärtigkeit. Abgesehen davon ist das auch förderlicher für die Suchmaschinenoptimierung. Während die passive Form uns in manchen Situationen weiterbringen kann, ist sie selten nützlich für Copywriting.

In Nachrichtenbeiträgen nutzen viele Rundfunksprecher das Passiv. Deshalb klingen sie oft so losgelöst von den Geschichten: Sie präsentieren einfach nur Fakten. Für Texter macht der aktive Schreibstil den Text jedoch nicht nur verständlicher, sondern auch unterhaltsamer und ansprechender für Leser.

Also egal, ob Sie eine E-Mail oder einen Blogpost schreiben – das Aktiv sorgt für eine wirksamere Kommunikation, von Ideen bis hin zu Fakten.


Bildquelle: eigene Darstellung des Autors

10. Die Zielgruppe direkt ansprechen

Sprechen Sie Ihre Zielgruppe direkt an, als würden Sie ein Gespräch unter vier Augen führen, auch wenn das verrückt klingt.

Sprechen Sie Leser mit „Du/Sie“ an und sprechen Sie von sich selbst als Texter mit „ich/mich“ oder „wir/uns“. Warum? Auch wenn Sie vertrauenswürdige wissenschaftliche Arbeiten zitieren sollten, ist Ihr Content eigentlich keine wissenschaftliche Arbeit. Sie schreiben für Marketing. Und bei gutem Marketing geht es darum, eine menschliche Verbindung zwischen den Lesern und der Marke zu schaffen.

Wenn Sie also einen Post mit dem Thema So beginnst du einen Food-Blog schreiben, könnten Sie wie folgt beginnen: „Magst du Apfelkuchen? Möchtest du der Welt zeigen, wie man den perfekten Boden hinbekommt? Dann lies weiter und wir zeigen dir, wie du einen Food-Blog erstellst, bei dem einem das Wasser im Mund zusammenläuft, mit Rezepten, die deine Community durch den Bildschirm riechen kann.“

11. Herzen berühren

Im Endeffekt sind alle, die Ihre E-Mails, Werbeanzeigen, Artikel und andere Inhalte lesen, daran interessiert, ihr Leben oder ihr Unternehmen in gewisser Weise zu verbessern. Wenn Sie mit Ihrer Zielgruppe auf einer Wellenlänge sind und sich in sie hineinversetzen, werden Sie beginnen, sie besser zu verstehen. Denken Sie daran, dass Sie für reale Personen schreiben und nicht nur algorithmisches Material produzieren, um das Internet zu füllen.

Man kann schnell die realen Personen auf der anderen Seite des Bildschirms aus den Augen verlieren (aus den Augen, aus dem Sinn). Nehmen Sie sich deshalb einen Moment, um sie zu vermenschlichen. Überlegen Sie, wie sie aussehen, wie sie sich beim Lesen Ihrer Worte fühlen würden und in welchem Kontext sie Ihren Text lesen könnten.

Auch wenn Sie über ein scheinbar nüchternes Thema schreiben – z. B. Autoversicherungen, eine SMS-Plattform für Unternehmen oder sogar Hustenbonbons – es gibt immer einen Weg, was daraus zu machen. Sie müssen nur einen Blick auf Kampagnen von Marken wie Apple und Amazon werfen, um Inspiration für Copywriting zu finden.


Bildquelle: peppercontent.io

Authentizität ist auch entscheidend. Es ist wichtig, dass Ihnen das, worüber Sie schreiben, am Herzen liegt. Wenn Sie sich langweilen, werden Sie auch gelangweilt klingen. Wenn Sie neugierig sind, werden Sie auch bei Ihren Lesern Neugier wecken.

12. Quellen und Experten zitieren

Verfassen Sie einen gut formulierten Text und untermauern Sie Ihre Argumente oder Aussagen mit Statistiken, Zitaten oder wissenschaftlichen Fakten. Dadurch verleihen Sie Ihren Worten Glaubwürdigkeit und mehr Wirkung.

Vergewissern Sie sich, dass Sie vertrauenswürdige Quellen zitieren, beziehen Sie Forschungsarbeiten ein, die bestimmte Standards erfüllen, und fügen Sie Infografiken mit aktuellen Informationen und Links zu den Quellen ein.

Skepsis mag in unserer heutigen Welt voller ausufernder Falschinformationen eine verlorene Kunst sein. Doch unsere Aufgabe als Texter ist es, angebliche Fakten mit kritischem Blick zu prüfen und den Lesern wirklich zuverlässige Informationen zu bieten.

Ein paar Gedanken zum Schluss

Das war's: 12 Tipps, mit denen Sie Copywriting meistern werden ... geschrieben von uns für Sie.

Copywriting ist eine Kunst, aber wenn Sie sich die verschiedenen Aspekte, aus denen sich Texte zusammensetzen, näher ansehen, werden Sie bald in der Lage sein, langweilige Wörter in Wortzauber zu verwandeln.

Denken Sie daran: Es kommt nicht darauf an, für welche Plattform Sie schreiben, wie lang Ihr Text ist oder wovon er handelt. Ihr Text sollte die Herzen Ihrer Leser berühren, leicht zu lesen sein und einen menschlichen Touch haben. Wenn Sie das beherzigen, können Sie Ihre kreative Ader beim Copywriting freisetzen!


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