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10 Tipps für das Arbeiten zu Hause, ohne eine Nervenkrise zu bekommen

Veröffentlicht von Incomedia in Anleitungen und Tipps · 13 Mai 2020
Für die einen war es ein Traum, für andere schon Realität, jetzt ist es es für viele zur Notwendigkeit geworden. Die Corona-Krise hat in puncto Homeoffice einen Impuls ausgelöst und viele arbeiten zu Hause. Und von überall hört man jetzt das neue Wort: Smart Working.

Das Arbeiten von zu Hause kann sich jedoch als schwierig erweisen, vor allem für jene, die es nicht gewohnt sind.
Zu Hause lauern etliche „mentale Fallen“, in die wir leicht tappen können, und wenn wir produktiv bleiben und unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir alles gut organisieren.

Wenn Sie auch im Homeoffice arbeiten und noch überlegen, wie Sie Familie und Job unter einen Hut bekommen, lesen Sie diese 10 Tipps, wie Sie das alles ohne Nervenkrise bewältigen können.


<a id="a1"></a>In Technologie investieren

Nicht immer steht uns zu Hause dieselbe Technik zur Verfügung wie im Büro, aber, um effizient zu arbeiten, muss es uns gelingen, alles Benötigte zur Hand zu haben, wenn wir es brauchen.

Ein alter Laptop, nicht mehr aktuelle Software oder eine langsame Internetverbindung sind keine unlösbaren Probleme, nur leider glauben wir oft, nicht die Zeit, die Geduld oder die Lust haben, auf etwas zu warten oder einen neuen, verschlungen wirkenden Weg einzuschlagen.

Das ist ein Klassiker: „Wer mehr ausgibt, gibt am Ende weniger aus.“ Investieren Sie in die Hardware, Software und Bandbreite, die für Ihre Aufgaben angemessen sind. Jeder ausgegebene Euro entspricht einem Euro weniger Zeitaufwand und Frust.  

<a id="a2"></a>Arbeitsplatz reservieren

Nicht in allen Wohnumgebungen ist es möglich, aber wenn es irgendwie geht, trennen Sie den Arbeitsbereich in Ihrer Wohnung deutlich ab. Für das Homeoffice einen separaten Raum zu haben, kann den entscheidenden Unterschied ausmachen, vor allem, wenn Sie auch geschäftlich telefonieren und gleichzeitig auf Kinder achten müssen.

Aber auch wenn kein separates Zimmer verfügbar ist, können Sie sich ein effizientes Arbeitsumfeld schaffen, indem Sie
einfach einen Bereich oder eine Ecke in einem Raum abgrenzen. Beachten Sie dabei aber Folgendes:
  • Nicht jeder Raum ist geeignet. Vermeiden Sie Räume, die der Erholung gewidmet sind. Unser Gehirn kennt das Schlafzimmer als den Raum, in dem wir ausruhen und nicht produzieren.

  • Wenn keine Wände verfügbar sind, um Privatsphäre abzugrenzen, suchen Sie nach kreativen Lösungen, wie mit Raumteilern, Möbeln, Trennwänden oder Pflanzen.

  • Bevorzugen Sie Bereiche in der Nähe von Fenstern, um natürliches, gestreutes Licht zu haben, achten Sie dabei aber darauf, dass sich das Licht nicht in den Bildschirmen reflektiert.

  • Wählen Sie Ihren Stuhl mit Sorgfalt, da Sie darauf mehrere Stunden sitzen müssen. Ein Stuhl, auf dem Sie in korrekter Körperhaltung und dennoch bequem sitzen, ist sehr wichtig für Ihr Wohlbefinden.

  • Kabel können in einem Haushalt erhebliche Hindernisse sein. Arbeiten Sie daher am besten in der Nähe einer Steckdose und verwenden Sie Steckdosenleisten, um Kabelsalat zu vermeiden.

<a id="a3"></a>Aufgaben organisieren

Nachdem Sie nun den Aspekt der „Logistik“ geklärt haben, geht es an die eigentliche Organisation. Der überwiegende Teil Ihres Arbeitserfolgs zu Hause hängt davon ab, wie gut Sie sich organisieren, das heißt, wie gut es Ihnen gelingt, sich nicht von den vielen Ablenkungen beeindrucken zu lassen, die zwischen den häuslichen vier Wänden überall lauern, von der Waschmaschine über den Hund, der Gassi gehen möchte bis hin zu dem Stück Torte, das im Kühlschrank wartet.

So organisieren Sie richtig:
  • Planen Sie Ihren Tag. Legen Sie Arbeitszeiten fest, als hätten Sie eine Stempeluhr zur Arbeitszeiterfassung, und halten Sie sich daran. Natürlich müssen Sie nicht gezwungenermaßen um 8.00 Uhr morgens beginnen und um exakt 17.30 Uhr die Arbeit beenden. Wichtig ist nur, dass Sie einen Zeitraum definieren, in dem Sie sich konzentriert Ihrer Arbeit widmen, und diesen abgrenzen, um sich dann mit anderen Dingen zu beschäftigen.

  • Planen Sie mittelfristig. Mit einem Wochenplan können Sie Ihre Tage ausgewogener gestalten, indem Sie, je nach Ihren Terminen, anspruchsvolle Aufgaben mit leichteren abwechseln.

  • Setzen Sie sich Tagesziele. Mit einem Tagesziel können Sie die Zeit besser strukturieren, aber auch Ihre Motivation hoch halten. Es ist doch toll, eine Aufgabe als erledigt abzuhaken, oder? Und wenn Sie sich darüber freuen, arbeiten Sie auch motiviert weiter.

<a id="a4"></a>Professionellen Stil beibehalten

Ebenso wichtig wie der Ort, an dem wir zu Hause „zur Arbeit gehen“, ist unser Erscheinungsbild an diesem Ort.

Die Versuchung, im Pyjama oder Jogginganzug zu arbeiten, ist natürlich groß, dennoch ist es besser, wenn Sie sich so kleiden, als gingen Sie ins Büro, auch wenn sich dieses Büro im Zimmer nebenan befindet. Kleiden Sie sich, wie es für Ihre Position angemessen ist. Damit schaffen Sie nicht nur eine formelle, sondern auch eine mentale Abgrenzung, mit der Sie in den „Arbeitsmodus“ umschalten.

Das mag auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, aber probieren Sie es aus und Sie werden merken, dass es einen großen Unterschied ausmacht.

<a id="a5"></a>Pausen einlegen

Pausen sind wichtig und bieten im Büro oft die Gelegenheit, sich bei einem Kaffee mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Zu Hause läuft das etwas anders, also finden Sie selbst einen guten Kompromiss. Sie sollten sich einerseits nicht von allem und jedem ablenken lassen, andererseits aber auch einen Weg finden, ab und zu abzuschalten und die inneren Akkus wieder aufzuladen.

Gönnen Sie sich zum Beispiel nach jeder Stunde Arbeit eine kurze Pause und zur Mittagszeit eine etwas längere und tun Sie in der Zeit etwas anderes. Wie wäre es mit etwas Sport? Halten Sie auf jeden Fall die Mittagspause ein und vermeiden Sie es unbedingt, am Computer zu essen. Dies kann in Ausnahmefällen bei dringender Arbeit vorkommen, sollte aber keinesfalls zur Gewohnheit werden, die Sie dann schwer wieder loswerden.  

<a id="a6"></a>Weiter kommunizieren

Zu Hause fehlt natürlich der soziale Umgang, den Sie während der Arbeit im Büro haben. Ihre Kolleginnen und Kollegen sind nicht persönlich anwesend, es gibt keine Plauderei am Kaffeeautomaten und keine Pausengespräche.  

Auch wenn es am Anfang etwas anstrengend anmuten könnte, versuchen Sie, technische Tools zu nutzen, um den Kontakt zu halten.

Kommunizieren Sie jetzt noch intensiver, damit die Arbeit und die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht unter der physischen Distanz leiden. Es ist besser, eine Nachricht mehr gesendet zu haben, um sicher zu sein, dass alles gesagt wurde und auch die Details geklärt sind, damit keine unangenehmen Missverständnisse entstehen.

Wenn Sie bisher immer nur per E-Mail kommuniziert haben, ziehen Sie effizientere Lösungen in Betracht. Basecamp, Trello oder Asana sind nur einige der beliebtesten Tools, mit denen Unternehmen Projekte verwalten und die Arbeit ihrer Teams organisieren. Sie sind benutzerfreundlich und wenn das Team erst einmal angefangen hat, sie zu nutzen, erweisen sie sich als unverzichtbar.    

<a id="a7"></a>Lernen, abzuschalten

Im Büro haben Sie einen klar abgegrenzten Feierabend. Sie schalten den Computer aus, verabschieden sich von Kolleginnen und Kollegen und gehen nach Hause. Behalten Sie diese Routine auch zu Hause bei. Ebenso konsequent, wie Sie mit der Arbeit beginnen, ohne sich ablenken zu lassen, sollten Sie den Arbeitstag auch beenden.

Dass Sie zu Hause arbeiten, sollte Ihr Familien- und Privatleben nicht beeinträchtigen. Daher müssen Sie lernen, den Arbeitsmodus auszuschalten, um sich Ihren sonstigen Gewohnheiten und Hobbys widmen zu können.

Denn die Gefahr ist groß, mit dem Arbeiten nicht mehr aufzuhören und das Privat- und Familienleben zu vernachlässigen, weil „nur noch schnell das hier fertig werden muss“. Ohne eine klare Grenze zwischen dem Ende des Arbeitstages und dem Anfang des Privatlebens werden Sie nicht lange durchhalten.

<a id="a8"></a>Routinen und Rituale etablieren

Die einen arbeiten am frühen Morgen konzentrierter, andere werden erst am Nachmittag oder gar nachts richtig produktiv. Im Büro zählt nicht, was Sie bevorzugen, und Sie müssen sich wohl oder übel an die vorgegebenen Zeiten halten. Wenn Sie hingegen zu Hause arbeiten, können Sie sich – natürlich auf der Grundlage der gesetzten Ziele – Ihre Zeit frei einteilen.

Finden Sie heraus, zu welchen Zeiten Sie am produktivsten arbeiten, und richten Sie Ihre Tagesroutine danach aus. So arbeiten Sie produktiver, als bei dem Versuch, die Bürozeiten nachzuahmen.

Am Ende Ihres Arbeitstages können Sie sich mit einem persönlichen Ritual belohnen, zum Beispiel, indem Sie eine Tasse Tee trinken oder sich zehn Minuten Entspannung gönnen. Eine solche Gewohnheit hilft Ihnen, Arbeit und Privatleben noch besser voneinander abzugrenzen und damit zu verhindern, dass die Arbeit Ihr persönliches Leben einschränkt.

<a id="a9"></a>Klare Abmachungen erhalten die Freundschaft

Wenn Sie nicht allein leben, benötigen Sie für das Homeoffice klare Absprachen mit Ihren Mitbewohnern, seien es nun WG-Bewohner, Ehe- und Lebenspartner oder Kinder.

Es ist wichtig, dass alle, die mit Ihnen zusammen leben, wissen, wann Sie gestört werden dürfen und wann nicht. Versuchen Sie, Zeiten zu vereinbaren, in denen Sie sich ausschließlich der Arbeit widmen, und andere, in denen Sie nur für die Familie da sind oder Ihre Hobbys pflegen. Es ist sehr wichtig, dass dies von allen anderen akzeptiert und respektiert wird.  

Der Trick: sagen Sie vorher, wann Sie Zeit für sich benötigen. Sie können nicht voraussetzen, dass alle anderen wissen, wie wichtig, dringend oder komplex die Aufgaben sind, die Sie gerade erledigen müssen. Wenn Sie es hingegen aussprechen, sparen Sie sich den Frust, der entsteht, wenn Sie im ungünstigsten Moment gestört werden. Dies schafft für alle Beteiligten ein entspannteres Klima.  

<a id="a10"></a>Bleiben Sie geduldig

Und noch ein letzter wichtiger Tipp: Üben Sie sich in Geduld.

Denn manchmal brauchen Sie davon viel, um alle möglichen Hürden zu überwinden, seien es die langsame Internetverbindung, fehlende Informationen bei der Arbeit oder Ihre Kinder, die genau jetzt etwas Unaufschiebbares von Ihnen verlangen.

Im Grunde tauchen solche Hürden auch im Büro auf, wenn auch in anderer Gestalt, und auch hier ist oft viel Geduld gefragt.

Verlieren Sie daher nicht den Mut. Das Arbeiten von zu Hause kann funktionieren und auch sehr erfüllend sein. Auch ich arbeite erst seit wenigen Monaten im Homeoffice und habe diesen Beitrag gerade zu Hause an meinem Esstisch geschrieben.



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